Frankreich, Ligue 1
Girondins de Bordeaux – SM Caen 0:0
Stade Matmut Atlantique
24. September 2016, 20.00 Uhr
Zuschauer: 17.476 (davon etwa 50 Gäste)
Am nächsten Morgen ging es mit dem Fernbus weiter nach Bordeaux. Da der größte deutsche Anbieter auch auf dem französischen Markt aktiv ist, war die Buchung einfach, unkompliziert und günstig. Nach gut dreistündiger Fahrt erreichten wir das Département Gironde.
Der heutige Kick war auf 20:00 terminiert, sodass noch genug Zeit blieb um die Stadt zu erkunden. Besonders empfehlenswert ist dabei der Aufstieg auf den „Tour Pey-Berland“, der mit einem herrlichen Blick über die Stadt entlohnt wird.
Nach dem ausgiebigen Stadtbummel war es Zeit in Richtung Stadion aufzubrechen. Die Straßenbahn erreichte das Stadion am nördlichen Stadtrand in gut 20 Minuten. Das Stade Matmut-Atlantique wurde zur Europameisterschaft 2016 in Frankreich neu erbaut und wird seit der Fertigstellung 2015 auch als Heimspielstätte von Girondins Bordeaux genutzt. Die vielen dünnen weißen Stangen, die als Stützpfeiler die Außenfassade des Stadions prägen, stellen zweifelsohne eine Besonderheit dieser Arena dar. Wir bahnten uns den Weg durch den „Stangenwald“ zu unseren Plätzen im Oberrang der Nordtribüne. Dort angekommen, wurde unser positives Empfinden vom Stadion erheblich getrübt. Wir hatten nämlich nicht mehr den Eindruck in Bordeaux zu sitzen, sondern in einer Allianz-Arena mit zwei Rängen. Für diese verblüffende Ähnlichkeit ist der planende Architekt verantwortlich, der bereits das Münchner Stadion entworfen hatte. Das Klischee der 0815-Arena bestätigt sich in Bordeaux leider einmal mehr.
Zum Glück wurden wir von der Heimkurve äußerst positiv überrascht. Durchgängiger Fahneneinsatz, hohe Mitmachquoten und ein abwechslungsreiches und melodisches Liedgut bleiben in guter Erinnerung. Insgesamt kann der Support der Virage Sud als der Beste bezeichnet werden, den wir bisher in Frankreich gesehen haben. Auch aus der Normandie machten sich circa 50 Fans auf den Weg nach Bordeaux. Diese waren jedoch über die komplette Spielzeit kaum zu vernehmen.
Bedauerlicherweise fielen auch an der Atlantikküste keine Tore, sodass nach dem vierten 0:0 in dieser Saison durchaus von einer Ergebniskrise bei den Sogenannten Hoppern gesprochen werden kann. Über weitere Konsequenzen wurde nach der Partie in einer der vielen Weinbars beraten.











